Symptomatik
Die Zwangsstörung zeigt sich in Form von Zwangsgedanken und offen sichtbaren oder gedanklichen Zwangshandlungen. Zwangsgedanken sind Ideen, Vorstellungen oder Impulse, die sich dem Betroffenen gegen seinen Willen immer wieder aufdrängen.
Zwangsgedanken werden fast immer als sinnlos oder quälend erlebt und verursachen beträchtlichen Leidensdruck: Sie sind zeitraubend und beeinträchtigen den Alltag, die Berufsausübung, soziale Aktivitäten und Beziehungen zu anderen Menschen. Zudem sind sie häufig an andere Störungen gekoppelt, wie zum Beispiel depressive Störungen, Angststörungen und/oder Phobien.
Behandlungsansatz
Im Vordergrund der verhaltenstherapeutischen Arbeit steht neben einem Emotionsregulationstraining die Reizkonfrontation mit Reaktionsverhinderung.
Häufige Fragen
- Worin unterscheiden sich Zwangsgedanken und Zwangshandlungen?
- Zwangsgedanken sind unwillkürliche, sich aufdrängende Gedanken, Bilder oder Impulse, die als sinnlos oder quälend erlebt werden. Zwangshandlungen sind beobachtbare oder gedankliche Rituale, die die Anspannung kurzzeitig senken sollen, langfristig aber den Zwang stärken.
- Was bedeutet Reizkonfrontation mit Reaktionsverhinderung?
- Sie setzen sich in begleiteten Schritten dem auslösenden Reiz aus, ohne das gewohnte Ritual auszuführen. Die Anspannung steigt zunächst, lässt dann aber von selbst nach. Diese Erfahrung wiederholt sich und führt nachhaltig zu einer Entkopplung von Reiz und Zwangshandlung.
- Wie lange dauert eine Therapie bei Zwangsstörungen?
- Häufig 15 bis 30 Sitzungen, bei komplexen Beschwerden bis zu 60, abhängig von Ausprägung, Dauer der Symptomatik und Begleiterkrankungen wie Depression oder Angststörungen. Den genauen Plan besprechen wir nach der Diagnostik.