Symptomatik

Erschöpfungsdepression zeigt sich als tiefe, anhaltende Müdigkeit, die durch Schlaf nicht mehr aufgehoben wird, in Kombination mit klassischen depressiven Symptomen: gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit, das Gefühl innerer Leere, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, häufig auch Reizbarkeit und sozialer Rückzug. Körperlich begleitet von Schlafstörungen, Verspannungen, Magen- und Darmbeschwerden oder unspezifischen Schmerzen. Charakteristisch ist, dass auch nach längerer Auszeit keine spürbare Erholung eintritt.

Behandlungsansatz

In der ersten Phase steht die Stabilisierung im Vordergrund: realistische Tagesstruktur, gezieltes Auffüllen der Kraftreserven, Entlastung im Alltag. Parallel arbeiten wir verhaltenstherapeutisch an den dauerhaften Belastungsmustern – etwa Perfektionismus, fehlender Grenzsetzung, unrealistischen Selbstansprüchen oder einem Selbstwert, der primär über Leistung definiert wird. Ziel ist eine nachhaltige Stärkung, die auch nach Abschluss der Therapie trägt.

Häufige Fragen

Was unterscheidet eine Erschöpfungsdepression von einem Burnout?
Burnout beschreibt einen Zustand emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung infolge chronischer Belastung. Die Erschöpfungsdepression ist eine depressive Erkrankung, die häufig aus einem Burnout-Prozess hervorgeht, wenn die Erholung ausbleibt. Sie zeigt zusätzlich klare depressive Symptome wie gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit und Hoffnungslosigkeit.
Reicht es, einfach mehr zu schlafen oder Urlaub zu nehmen?
Im akuten Burnout-Stadium ist Erholung zentral. Sobald sich eine depressive Symptomatik etabliert hat, reicht Schonung allein meist nicht mehr – Schlaf und Ruhe wirken weniger erholsam, der innere Antrieb bleibt aus. Genau dann ist therapeutische Begleitung sinnvoll.
Wie lange dauert eine Verhaltenstherapie?
Da zu Beginn Stabilisierung und das Auffüllen der Kraftreserven im Vordergrund stehen, ist mit einem mehrmonatigen Verlauf zu rechnen, häufig 15 bis 30 Sitzungen, bei komplexen Beschwerden bis zu 60. Tempo und Dauer richten sich nach dem Ausmass der Erschöpfung und den zugrunde liegenden Belastungsmustern. Den genauen Verlauf besprechen wir nach der Diagnostik.

Kontakt

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