Symptomatik
Wird die Diagnose gestellt, leiden Betroffene meist seit vielen Monaten unter der Symptomatik physischer Erkrankungen und chronischer Schmerzen, ohne dass diese körperlich begründbar sind.
Nicht nur der lange und komplizierte Patientenweg, sondern auch die vielen negativen Untersuchungsergebnisse und die erhöhte Alltagsbelastung im sozialen, interpersonalen und familiären Raum prägen das Leben der Betroffenen enorm: Sie leben in ständiger Sorge um ihr Leben und ihre Gesundheit.
Behandlungsansatz
In der Behandlung geht es vor allem um die Aufdeckung individueller Zusammenhänge von psychischen Faktoren und körperlichen Symptomen. Die Stärkung vorhandener Ressourcen, ein adäquates Stressmanagement, die Anpassung des individuellen Gesundheitsbegriffs sowie der Abbau des Schon- und Rückzugsverhaltens sind wesentliche Behandlungsziele.
Häufige Fragen
- Sind die körperlichen Beschwerden eingebildet?
- Nein, die Beschwerden sind real und werden tatsächlich gespürt. Bei somatoformen Störungen lassen sich aber die Symptome nicht durch eine körperliche Ursache hinreichend erklären. Stattdessen wirken psychische Faktoren auf das körperliche Erleben.
- Wann sollte man an eine somatoforme Störung denken?
- Wenn körperliche Beschwerden über Monate bestehen, mehrere medizinische Untersuchungen ohne eindeutigen Befund geblieben sind und der Leidensdruck den Alltag prägt. Eine sorgfältige ärztliche Abklärung sollte immer vorausgehen, bevor eine psychotherapeutische Behandlung beginnt.
- Wie lange dauert die Behandlung?
- Häufig 15 bis 30 Sitzungen, bei komplexen Beschwerden bis zu 60, abhängig von Schmerzdauer, Beeinträchtigung im Alltag und Begleiterkrankungen. Bei langer Vorgeschichte ist mit einem mehrmonatigen Behandlungsverlauf zu rechnen.