Symptomatik
Kritische Lebensereignisse, traumatische Erfahrungen oder chronische psychische Belastungen können die Ursache oder der Auslöser für eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) sein.
Das syndromale Störungsbild ist geprägt durch sich aufdrängende, belastende Gedanken und Erinnerungen an das Trauma (Intrusionen) oder Erinnerungslücken (Bilder, Albträume, Flashbacks, partielle Amnesie), Übererregungssymptome (Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit, vermehrte Reizbarkeit, Affektintoleranz, Konzentrationsstörungen), Vermeidungsverhalten und emotionaler Taubheit (allgemeiner Rückzug, Interessenverlust, innere Teilnahmslosigkeit).
Behandlungsansatz
In der ersten Therapiephase steht neben der gründlichen Diagnostik die Stabilisierung des Betroffenen im Vordergrund. Bei ausreichender Stabilität folgt darauf die traumafokussierte Konfrontation mittels unterschiedlicher Methoden (z. B. EMDR, Bildschirmtechnik, geführtes Nacherleben).
EMDR als Methode der Traumabehandlung
Die Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) ist eine der effektivsten Methoden zur Verarbeitung belastender Erinnerungen und kommt im Rahmen der traumafokussierten Konfrontation zum Einsatz. Mittels angeleiteter Augenbewegungen wird eine Nachverarbeitung der Traumainformation angeregt, wobei die mit dem Trauma verbundenen Emotionen und Körperempfindungen integriert werden. Mit der Zeit verlieren das belastende Bild und die damit verbundenen Gefühle ihre überwältigende Wirkung.
EMDR ist von der Weltgesundheitsorganisation und einschlägigen Fachgesellschaften als wirksame Methode zur Behandlung traumabedingter Störungen anerkannt. Eingesetzt wird sie immer erst nach ausreichender Stabilisierung und in einem Tempo, das Sie mittragen.
